Hallo Sidecar Freunde, Eine Woche Vale de Vienne in Frankreich liegt hinter uns und nun eine kurze Info hierzu: Die Fahrt nach Frankreich war dieses Jahr im Konvoi mit Team Tassilo Gall und dem Meister der Trophy 2010 Eckart Rösinger (Team Early Grey) über die Landstraße und nicht über die teure Autobahn. Hatte mich schon auf die Zwischenstopps gefreut, die laut Eckart nicht zu verachten sind. Erster Stopp war dann beim Bäcker (leider war die Hübsche mit den großen Hupen nicht da) und der zweite Stopp beim Pferd, das aus Eisen gefertigt ist. Abends um 17 Uhr angekommen wurde auch schon sofort unser Home aufgebaut, gegrillt und dann gemütlich beisammen gesessen.
Am Montagmorgen folgte dann die obligatorische Ansprache von Carlos und dann gings ab auf die Piste. Das neue Schaltgestänge sammt Quickschiffter sollte uns am Montag genügend Arbeit bereiten. Da unser Lüfter im Kühlschacht ausgefallen war, stieg die Motortemperatur zu hoch und ich bemerkte dies leider zu spät. Die Folge war eine defekte Zylinderkopfdichtung. Also Motor raus und Ersatzmotor montieren, der uns netterweise vom Team Schwegler aus Stuttgart mitgebracht wurde. Ralf Unfried, der beide Motoren aufgebaut hat, konnte leider nicht nach Frankreich kommen und gab den Motor dann Markus Schwegler mit.
Den ganzen Dienstag verbrachten wir damit, die Temperatur in den Griff zu bekommen. Eckart schweißte uns noch den Wasserbehälter um, damit der Wasserfluss optimiert wurde. Verschiedene Gespannfahrer hatten bis Dato schon unangenehme Erfahrung mit dem Kiesbett gemacht (Gott sei dank nur leichte Ausritte).
Mittwoch und Donnerstag drehten wir unsere Runden mit angemessener Fahrweise und testeten am Donnerstag noch Jens seine Errungenschaft. Eine Video-Kamera für Onbord Videos, die aber leider nach wenigen Minuten Ihre Arbeit quittierte (trotzdem schöne Bilder, die Bald ins Netz gestellt werden).
Nach einer kleinen durchzechten Nacht mit dem Team Early Grey & Schwegler war dann schon um 9 Uhr am Freitag ein Training angesagt. Unserem neuen Mechaniker Markus war diese Nacht nicht so doll bekommen und er verließ am Vormittag seine Schlafkabiene nicht. Die zweite Trainingssitzung wurde dann nochmal schön, da wir zum ersten mal in dieser Woche das Gespann von Eckart & Andy vor uns sahen. Also Aufholjagd gestartet und auf der Geraden vorbei an den Beiden. Eckart war damit aber nicht einverstanden und zeigte mir dies am Ende der Startgeraden mit einem Gegenangriff innen, wobei wir uns sehr Nahe kamen (hätte Eckart die Hand geben können). Mit solch einem erfahrenen Fahrer kann man diese Manöver auch vollziehen. Nachmittags wurde alles zusammengepackt und die lange Heimreise stand uns bevor.
Zu dieser Woche kann ich sagen: Wieder einmal viel Arbeit erledigt, die uns für den Saisonstart in Schleitz zugute kommen wird. Wir haben noch ein wenig Arbeit mit der neuen Verkleidung und müssen noch verschiedene Sachen am LKW erledigen, das aber unser guter Freund Markus erledigen möchte. Mir hats viel Spaß gemacht mit den beiden (Jens & Markus) freue ich mich schon auf Schleitz. Bilder kommen diese Woche ins Netz.
Bis denne Rolf Schmitz
Rennbericht Schleiz 13.05 - 15.05.2011
Hallo an alle Sidecar Freunde,
letztes Wochenende stand der erste Lauf zur Sidecar Trophy in Schleiz auf dem Programm. Nach langer Fahrt in den Osten hieß es am Donnerstag erstmal: aufbauen und für uns noch mal alles ordnen. Am Gespann waren nur noch Kleinigkeiten zu erledigen. Am Freitag stand dann das erste Zeittraining an. Wie es immer bei der ersten Ausfahrt ist, waren wir alle sehr angespannt. Nach den ersten Runden legte sich das aber und wir fanden recht gut unseren Rhythmus. Jens wünschte sich eine weichere Linie und so versuchte ich, im zweiten Zeittraining dies auch zu fahren. (Diese Strecke in Schleiz ist für die Beifahrer eine der anspruchsvollsten im Kalender)
Startplatz 2 war das Ergebnis der beiden Zeitläufe. Ganz knapp hinter den Engländern Knapton/Miller, die schon WM Erfahrung haben. Freitagabend gönnten wir uns im Festzelt leckere Bowle und Cocktails (Jens sorgte dafür, das die hübschen Mädels auch nicht zu kurz kamen). Die Regelung in Schleiz war so, das die ersten 5 der beiden Zeittrainings am Samstag nicht zum Qualli-Rennen antreten mussten. So hatten wir am Samstag Pause und konnten uns auch mal die Gespann WM ansehen. Sonntagmorgen fand das erste Sprintrennen schon um 10.40 Uhr statt. Nach einem schlechten Start von Position 2 mussten wir uns nach der ersten links Kurve von Platz 6 nach vorne arbeiten. Buchhügel hoch und dann die schnellen Bergabpassagen Richtung Stadtkurve, wo wir schon auf Platz 4 liegend das F2 Gespann von Rösinger/Kolloch direkt vor uns hatten. Hinter Rösinger durch die Schikane und ab in die Seng-Kurve, die einem Gespann-Fahrer alles abverlangt (super schnelle lange Links-Kurve im 6. Gang fast voll). Nun hatte ich aber genug von Andys Rücken und machte dem F2 Spiel ein Ende. Hinter Knapton & Hergott wurden wir als 3. abgewunken. Beim Hauptrennen um 18 Uhr legten wir einen besseren Start hin und führten das Feld über den Buchhügel an. Knapton und Hergott gingen nach einem kleinen Fahrfehler an uns vorbei und so kämpften wir mit Hergott um Platz zwei. Gegen den starken BMW Motor von Hergott war auf den Geraden nicht anzukommen. In den Kurven waren wir dann aber wieder hinten dran und konnten sogar auf dem Buchhügel zweimal außen an Hergott vorbei gehen. In der Seng-Kurve zog Hergott dann an einem Überrundeten vorbei und Schmitze machte das einzig richtige, und überholte beide Gespanne außen. Hergott hatte aber die bessere Abbremslinie und setzte sich direkt vor uns, sodass wir mit Überschuss in sein Hinterrad fuhren. Nach diesem Crash entstand erheblicher Schaden an unserem Gespann und wir mussten in die Box einfahren (also keine Punkte für Lauf 2). Am Montagmorgen hat Markus (unser neuer Mechaniker) das Gespann nach Wartenberg zu Rudi Schmied zum reparieren gebracht. Am kommenden Wochenende möchten wir zur Deutschen Meisterschaft am Nürburgring als Gaststarter antreten und auch dort unsere Erfahrungen sammeln. Ein großes Danke an Markus, der unser Gespann am ganzen Wochenende super gut und penibel gewartet hat.
Fazit zum Wochenende: Wir haben eine Schlacht verloren, aber noch nicht den Krieg. Es sind noch viele Rennen und wir werden noch besser werden.
etwas
stressig war das Vor-Wochenende für den Lauf zur IDM am Nürburgring.
Da wir in Schleiz ja unser Gespann etwas zerstört hatten, war Eile
geboten. Dank Rudi Schmied, alias RSR Sidecar Konstrukteur, der
uns unser Gespann wieder schnell und sauber repariert hatte (Montags
gebracht und Donnerstag konnte ich es wieder abholen).
Markus
& Jens starteten am Freitag morgen auf zum Ring. So gegen
12 Uhr traf ich auch am Nürburgring ein und musste mit bedauern
feststellen, das man als Gast Starter zur IDM nur eine
Fahrzeug-Fahrerlager karte erhält. Also alle Sachen vom Parkplatz
(Außerhalb Paddock) hoch schleppen und den Ärger darüber
verdauen. Aufgefallen ist mir nur, das im Gespann Fahrerlager
direkt neben uns, ein ehemaliger Gespann Fahrer der 80er Jahre seinen
Urlaub verbrachte. Er sagte mir, seine Fahrerlagerkarte bezog
er von einem IGG Vorstandsmitglied. Da frage ich mich nur, wer hier
das Startgeld zahlt und ob man nicht als Gast-Starter die gleichen
Rechte und Annehmlichkeiten hat wie Dauer-Starter oder Besucher.
Pünktlich
zum freien Training spulten wir unsere Runden ab und nahmen
Einstellungen am Gespann vor. Da wir hier am Ring zum ersten mal
unsere neue Verkleidung einsetzten, war unsere meiste Arbeit,
Sitzposition und Pedalerie auf meine Größe einzustellen. Am Samstag
standen dann die Zeit-Trainings an. Da wir sehr viele Test &
Einstellungen vorzunehmen hatten, war unsere Renn-Zeit auch nicht so
doll. Startplatz 14 hieß es dann nach diesen 2 Zeit-Trainings.
Sonntag morgen versuchten wir im warm-up noch , die Verkleidung zu
optimieren. Ralf Unfried aus Ludwigsburg (RU-Motorrad Shop) stand uns
das ganze Wochenende als Mechaniker zur Verfügung, wofür ich
mich bei ihm auch bedanke. Ralf ist für unsere Motoren zuständig
und unterstützt uns bei den Rennwochenenden.
Markus
und Ralf haben hier gute Arbeit gemacht und so können wir beruhigt
das Rennwochenende am Lausitzring vom 25.06.2011----26.06.2011
erwarten.
Beim
Hauptrennen am Sonntag Nachmittag hatten wir einen guten Start und
konnten uns im Feld behaupten. Hinter Schäuble liegend hatten wir
dann ab der 14 Runde mit ansteigender Wassertemperatur zu schaffen
und wurden daher noch von Ruppert Christian überholt. Als 15 wurden
wir abgewunken und haben uns noch eine Zerschossenen
Zylinderkopfdichtung als Arbeit mit nach Hause genommen. Wir werden
mit Ersatzmotor nach Lausitz fahren und Ralf Unfried wird uns den
Motor reparieren.
Fazit
vom Wochenende:Wir
haben viele Einstellungen und arbeiten am Nürburgring erledigt und
freuen uns auf den lauf zur Trophy am Lausitzring.Hier
können wir wieder mit allen Fahrzeugen ins Fahrerlager und die
Rennen sind früh am Tag.Eckart
Rösinger achtet hier drauf, das auch alle gleich behandelt werden.
Bis denne Rolf Schmitz
Hallo Sidecar Freunde,
Vor dem Lauf am Lausitz-Ring war erst mal fleißig schrauben angesagt, weil wir am Nürburgring (IDM Lauf) Probleme mit der Wassertemperatur hatten und unsere Zylinderkopfdichtung sich schon zum zweiten mal verabschiedet hat. Auch hier hat Ralf Unfried von RU Motorshop unseren Motor wieder schnell repariert.
Eine Woche vor Lausitz trafen wir uns bei Eckart Rösinger in Trier, wo wir den reparierten Motor einbauten. Ralf montierte noch eine zusätzliche Wasserpumpe und Eckart schweißte mir einen Riss am Gespann zu.
Donnerstag früh ging's los nach Lausitz und nach langer Anreise mit Pausen trafen wir gegen 16 Uhr im Fahrerlager ein, wo Eckart und Conny schon sehnsüchtig auf uns warteten. Freitags wurden zwei freie Trainings absolviert, die wir auch als Gastfahrt nutzten. Wieder mit Temperatur Problemen mussten wir bis spät in die Nacht am Gespann arbeiten, wobei wir von der EX-Veltins Truppe unterstützt wurden. Ralf und Markus hatten alle Hände voll zu tun, dieses Problem in den Griff zu bekommen (Danke Euch allen).
Am Samstag standen zwei Zeit-Trainings an, wo wir auch schnell zu unseren letztjährigen Zeiten fanden. Startplatz 3 war das Ergebnis der Zeit-Trainings und so brauchten wir das Qualli Rennen am Sonntagmorgen nicht zu fahren. Fossis obligatorisches Chilli Essen am Samstagabend wurde von allen Gespann Fahrern dankend angenommen und das Freibier von unsern Holländischen Freunden schmeckte super dazu.
So schauten wir uns das Qualli Rennen am Sonntag früh mal an, was noch bei Nasser Fahrbahn stattfand. Das anschließende Sprint-Rennen wurde abgesagt wegen Extremer Ölverschmutzung der Rennstrecke.Den Start zum Hauptrennen verpatzte ich ein wenig und reihte mich hinter Knapton und Hergott als dritter ein. Konnte Knepton aber in der Anbrems-Fase-Schikane Start-Ziel außen überholen, wo er aber kräftig gegen hielt. Ein gemeinsamer Abflug ins Grüne war die Folge für uns beide, konnten das Rennen aber auch beide fortsetzen. Die Aufholjagd auf Hergott war nach diesem Ausritt schon fast aussichtslos, wo dieser auf den geraden den starken Motor der BMW aus reizte. Gegen Ende des Rennens stieg meine Motor-Temperatur wieder leicht an und so setzte sich Knapton auch wieder vor uns. Die letzten drei Runden konnten wir nur die beiden vor uns nachschauen und uns mit dem dritten Platz zufrieden geben (diese Punkte brauchen wir Dringend). Nun freuen wir uns auf Red-Bull in Österreich und hoffen, hier ohne PROBLEME übers Wochenende zu kommen.
Da wir die Temperaturprobleme noch nicht voll im Griff haben, entschloss ich mich, einen neuen Wasser- Kühler zu montieren. Samstagmorgen trafen wir uns in Eckart Rösingers Garage, um diese arbeiten endlich fertig zustellen. Ralf Unfried; unser Mechaniker Markus und Eckart waren dabei. Eckart fertigte einen neuen und Leistungsstärkeren Wasser-Kühler Maßgenau an, zudem wurde auch der Ausgleichsbehälter neu hergestellt. Markus führte die Notwendigen Wartungsarbeiten durch und Conny versorgte uns mit leckerem Streuselkuchen und Bayrischen Weißwürsten.
Am Mittwoch geht's ab nach Österreich zum neuen Red Bull Ring, wo wir am Wochenende einen Lauf zur Sidecar Trophy fahren. Jens ist schon am Freitag nach Österreich zum Salzburgring gefahren, um am IDM Lauf bei dem verletzten Pichler Team dessen Beifahrer zu ersetzen.
Wir treffen uns am Donnerstag bei Rudi Schmidt, von wo wir gemeinsam zum Red Bull starten.Hier werden drei Punkt-Rennen am Wochenende gefahren und wir versuchen, den Anschluss an die Punkten-Tabellenspitze zu verbessern. Bis danne nach Red Bull Rolf
Hallo an alle Sidecar Freunde,
Donnerstagmorgen um 4 Uhr ging's schon los nach Österreich zum legendären Red Bull Ring ( früher A1 Ring ). Auf dem Weg haben wir noch einen Abstecher bei Rudi Schmidt in Wartenberg gemacht,der uns noch eine Kleinigkeit am Gespann erledigt hat. Das Team Early Grey aus Trier, (Alias Eckert Rösinger mit Team) war auch schon auf dem langen Weg und so lag es Nahe, das wir uns zu einem gemeinsamen Abendessen kurz vor Passsau trafen. Freitagvormittag ging's wieder los und so gegen 16 Uhr erreichten wir den schön gelegenen Red Bull Ring und verschafften uns schon mal einen Überblick über das ganze, da wir erst um 18 Uhr Einlass ins Fahrerlager hatten. Es wurde erwartet, das bei diesem Ansturm von Autos und Wohn-Mobilen dann ein Chaos entstehen würde. (alle auf einmal ins Fahrerlager einfahren lassen ist schon heftig ) Aber auch hier hatte Eckart mit Mannschaft ( Carlos + Conny ) wiederum alles fest im Griff und teilten allen Gespannfahrern Ihren Platz zu. Samstagmorgen stand schon sehr früh das erste Zeittraining auf dem Programm. 8.25 Uhr ging's voller Erwartung auf diesen Kurs, den nur wenige vorher schon mal gefahren sind. Die ersten Runden war zur Ansicht und dann wurde aber auch schon angelegt. Ist ja ein Zeittraining und keine Spazierfahrt. 1:50,613 war unser Ergebnis, womit wir nicht glücklich waren. Unsere Motortemperatur stieg schon wieder an und sollte auch unser größtes Problem am Wochenende werden. Zum zweiten Zeittraining um 12,55Uhr hatten wir wieder steigende Motortemperatur und konnten nur wenige Runden fahren. Eine 1:48,803 war etwas besser aber uns fehlte auf den langen geraden schon dieser PS Verlust. Von Startplatz 5 gings dann um 17,30Uhr ins Sprint rennen, wo wir diesen auch bis ins Ziel halten konnten. Abends entschlossen wir uns, einen anderen Wasserkühler zu montieren. Sonntagmorgen stand das ersten Rennen für uns um 10 Uhr auf dem Programm. Nach gutem Start reihten wir uns hinter Nussbaum auf platz 5 ein und versuchten auch, an diesem dran zu bleiben. In der 4 Runden stieg unsere Wassertemperatur aber so an, das der Motor seinen Dienst verweigerte und uns zu Zuschauern der Szene machte. Ralf Unfried und unser Mechaniker Markus schafften es aber in einer super Zeit, den Ersatzmotor ins Gespann ein zubauen. 14,45 Uhr war dann das Hauptrennen angesagt. Nach wiederum guten Start verfolgten wir das Gespann vom Team Sense bis ins Ziel und schafften somit wenigsten dieses Rennen bis ins Ziel. Mit einer sehr guten schnellsten Rundenzeit von 1:44,772 schließen wir diese Wochenende auch ab. (Gewinner Peter Schröder mit 1:43,756 ) Dieses Wochenende stand unter dem Motto: Viel schrauben und nicht aufgeben. Nächstes Rennen für uns ist in Holland am 6-8 August in Assen. Jens startet nächstes Wochenende als Ersatz-Beifahrer beim Team Rutz in der WM am Sachsenring, wobei wir Ihm die Daumen drücken und ein gesundes Zurück kommen wünschen. Gruß vom ganzen HBS-Racing Team